Das Osterei ist für die Christen ein Symbol für die Auferstehung Jesu. Früher dran waren diejenigen, deren vor 60.000 Jahren bemalte Straußeneier man gefunden hat. „Die hatten halt einfach kein Aquarellpapier!“, werdet ihr jetzt sagen, und damit habt ihr sogar Recht. Allerdings, ein Ei zu bemalen, ist ein Ritual, so ein Naturmaterial direkt aus dem Hühnerpo. Ich habe dieses Jahr wieder das Punktemalen entdeckt. Dazu kann man Streichholzenden nehmen, Schaschlikspieße, einfach das Stielende vom Pinsel oder Dotwerkzeuge aus Metall mit verschieden großen Kugelköpfchen an beiden Seiten. Auch das Punktemalen ist alt und wurde zum Beispiel von einer Untergruppe der Aborigines, der australischen Ureinwohner, kultiviert. Eine gepunktete Linie ist eine Linie ist keine Linie. Nehmt euch vor, ein Ei mit der Punktetechnik zu bemalen. Ihr werdet erstaunt sein, was herauskommt.
An Ostern wird der Sieg des Lebens über den Tod gefeiert. Auch in der Natur wird das Leben wieder sichtbarer.
Lasst heraus, was herauswill, und vielleicht hilft euch das Punkt-Ei-Malen ja auch beim Dekorieren und Verschenken!