Auf einem Blatt ruht ein runder Regentropfen.

Pflanzenzeich(n)en im April ’26

Heute habe ich meine

Pflanzen ausgepackt

und aus dem Winterflies in die Frühlingssonne entlassen. Einige haben sich von der Jute die Wuchsrichtung vorgeben lassen, andere präsentieren sich vom Verpacktgewesensein völlig unbeeindruckt. Die meisten haben den Winter gut überstanden, einige wenige, wie meine Prachtkerze, auf deren Schild steht, sie sei temperaturunempfindlich, sind eingegangen. So ganz unter Pflanzen, kam mir der Gedanke, dass wir doch auch sind wie sie. Wir wachsen an Wärme und dem, was uns guttut, verlieren Blätter oder werfen sie ab, und wenn wir einen Zyklus des Lebens hinter uns haben, wartet der Frühling, und es beginnt alles von vorn.

Daher habe ich folgenden Vorschlag: Meditiere über deiner

Lieblingspflanze,

und wenn du keine hast, ist das eine gute Gelegenheit, dir eine zu besorgen. Schau sie dir genau an. An welchen Stellen erneuert sie sich, welche Farben hat sie, wie blüht sie, was braucht sie? Schreib dir das alles auf, und vergleiche sie mit dir: Was hat sie mit dir zu tun, was magst du an ihr warum?

Male sie, nicht fotorealistisch, sondern die Gefühle, die sie bei dir auslöst.

Im Grunde unterscheiden wir uns nicht so stark von ihnen, wie wir denken!

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