Meine Regelblutung war ungewöhnlich stark. In der Notaufnahme unseres Krankenhauses wurde ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt. Anderthalb Tage später war ich wieder da: mit der Rettung und so viel verlorenem Blut, dass ich
werden musste. Eine Curettage, die man in Ruhe hätte machen können. Ich bekam zwei Blutkonserven und musste das Risiko unterschreiben. Ich musste über einen dreistufigen Tritt auf die OP-Bahre klettern, obwohl mein Hämoglobinwert zu diesem Zeitpunkt bei 4,9 war. Ab 5 ist man tot, sagt das Internet.
Ich hatte in der Tat eine
Meine gestorbenen und unzählige weitere Katzen luden mich ins Paradies ein. Dort war es friedlich, sonnig und warm. Aber es gab in diesem Paradies keine Bäume. Ich kam ins Überlegen und schaute zurück zu Yggdrasil, dem Weltenbaum. Ich schaute zurück zu unserer Katze und zu meinem Mann. Dann sagte ich zu Yggdrasil und den Katzen: „Solange mein Mann und unsere Katze im Diesseits sind, möchte ich auch dort sein.“ Die Katzen gaben zu bedenken, dass mich die Menschen gefährden, seit ich lebe. Tatsächlich bin ich zweimal fast im Pool ertrunken, und medikamentöse Notsituationen kenne ich auch zur Genüge, den Moment, wo Niere und Leber sagen: „Gleich können wir nicht mehr!“
Aber mein Herz ist gut, mein Herz und die
die es bekommen hat und bekommt, haben mich gerettet und retten mich. Noch geht es mir nicht gut. Ein Körper mit derartiger Blutarmut braucht Zeit, um sich zu erholen. Aber es ist mir nicht verboten, mit den Fingern auf die Laptoptasten zu klopfen. Ich schaffe das.
Unser Wille ist das, was uns am Leben erhält. Wollen wir leben? Oder wollen wir zerstören, letztlich auch uns?
In unserer Welt gibt es viel Zerstörung, große Zerstörungen. Aber wir können jederzeit entscheiden, damit aufzuhören.