Ein mit Pastellkreide gemalter riesiger, alter Baum, es ist der Weltenbaum, "Yggdrasil"

Transformation durch Schmerz – Gedanken im Mai

Ich wurde transformiert. Jetzt bin ich klarer, fokussierter, kompromissloser und visionärer. Wie das gekommen ist?

Meine Regelblutung war ungewöhnlich stark. In der Notaufnahme unseres Krankenhauses wurde ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt. Anderthalb Tage später war ich wieder da: mit der Rettung und so viel verlorenem Blut, dass ich

notoperiert

werden musste. Eine Curettage, die man in Ruhe hätte machen können. Ich bekam zwei Blutkonserven und musste das Risiko unterschreiben. Ich musste über einen dreistufigen Tritt auf die OP-Bahre klettern, obwohl mein Hämoglobinwert zu diesem Zeitpunkt bei 4,9 war. Ab 5 ist man tot, sagt das Internet.
Ich hatte in der Tat eine

Nahtoderscheinung.

Meine gestorbenen und unzählige weitere Katzen luden mich ins Paradies ein. Dort war es friedlich, sonnig und warm. Aber es gab in diesem Paradies keine Bäume. Ich kam ins Überlegen und schaute zurück zu Yggdrasil, dem Weltenbaum. Ich schaute zurück zu unserer Katze und zu meinem Mann. Dann sagte ich zu Yggdrasil und den Katzen: „Solange mein Mann und unsere Katze im Diesseits sind, möchte ich auch dort sein.“ Die Katzen gaben zu bedenken, dass mich die Menschen gefährden, seit ich lebe. Tatsächlich bin ich zweimal fast im Pool ertrunken, und medikamentöse Notsituationen kenne ich auch zur Genüge, den Moment, wo Niere und Leber sagen: „Gleich können wir nicht mehr!“
Aber mein Herz ist gut, mein Herz und die

Liebe,

die es bekommen hat und bekommt, haben mich gerettet und retten mich. Noch geht es mir nicht gut. Ein Körper mit derartiger Blutarmut braucht Zeit, um sich zu erholen. Aber es ist mir nicht verboten, mit den Fingern auf die Laptoptasten zu klopfen. Ich schaffe das.

Ich schaffe vieles, vielleicht sogar alles. Weil ich es will.

Unser Wille ist das, was uns am Leben erhält. Wollen wir leben? Oder wollen wir zerstören, letztlich auch uns?

In unserer Welt gibt es viel Zerstörung, große Zerstörungen. Aber wir können jederzeit entscheiden, damit aufzuhören.

Wir können uns fürs Leben entscheiden! Jederzeit. Wir als Frauen schenken Leben! Jederzeit. Schenken wir es bewusst!

In meinen Kursen gebe ich mein Erlebtes und mein Erleben weiter. Für einen bewussten Umgang mit allem, was uns geschenkt wurde und wird. Schmerz ist ein Teil davon. Er ermöglicht Transformation, wir können ihn mit positivem Empfinden und Denken überwinden! Auch Geburten bedeuten Schmerz, Blut, Grenzerfahrung. Sie markieren eine Wende in unserem Leben, wir gehen verändert weiter. Unsere Gebärmutter gebiert Leben mit allem, was dazugehört. Feiern wir es, feiern wir sie!

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